Global Climate Strike: Perspektive aus Bangladesch

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Zarah Westrich
So, 25. Sep 2022

„Die Klimakrise ist ein globales Thema, demzufolge braucht es eine gemeinsame und übergreifende internationale Kraftanstrengung.“

Weitblick Duisburg-Essen durfte zum Globalen Klimastreiks am 23.09.2022 einen Beitrag von Mohammad Moniruzzaman stellvertretend auf der Demo in Duisburg vorgetragen.
Mohammad Moniruzzaman, kurz „Moni“, arbeitet seit 2010 bei unserer Partnerorganisation NETZ Bangladesch. Er ist Projektleiter im Bereich nachhaltige Lebensgrundlagen und Ernährung und befasst sich in seiner Arbeit vor allem mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Landwirtschaft.

In seinem Beitrag berichtet Moni von den Folgen des Klimawandels in Bangladesch,…

“Von dieser Krise ist Bangladesch aufgrund seiner geografischen Lage und der großen Abhängigkeit von der Landwirtschaft, der hohen Bevölkerungsdichte bei geringem Durchschnittseinkommen und einem großen Anteil von Menschen in Armut eines der am stärksten betroffenen Länder weltweit.”

… stellt Forderungen und betont die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit …

“Einen Unterschied zwischen Entwicklungs- und Industrieländern besteht aber in den Kapazitäten und Möglichkeiten eine ambitionierte Klimaschutzpolitik auszurufen und umzusetzen – denn das ist mit Kosten und mit erheblichen Anstrengungen verbunden. Hier sind Industrieländer in der Pflicht. Entwicklungsländer müssen dabei unterstützt werden, Kapazitäten für ihren Kampf gegen den Klimawandel aufzubauen.”

… und betont die Wichtigkeit des Einbeziehens von der Lokalbevölkerung in Bangladesch.

“Die Lokalbevölkerung an den Hotspots der Klimakrise in Bangladesch muss unbedingt einbezogen werden, wenn Klimakonzepte umgesetzt werden sollen. Sie sind die eigentlichen Stakeholder, um sie geht es. Und sie sind im Zentrum dieser Arbeit, weil sie die Leidtragenden sind, aber zugleich die starke Kraft, die den katastrophalen Folgen trotzt. Die Bedürfnisse und Expertise genau dieser Menschen müssen dabei vor allem berücksichtigt werden, also ihr kulturelles Erbe, indigenes Wissen sowie traditionelle Praktiken zum Schutz der Ökosysteme und der biologischen Vielfalt. Bitte setzt auch ihr euch dafür ein, dass ihre so wichtigen Stimmen gehört werden!”

Den vollständigen Appell von Mohammad Moniruzzaman könnt ihr HIER nachlesen.

Mohammad Moniruzzaman

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